D7

LP 1/ 2016 + Testjahrbuch 2015
Zunächst einmal ohne den Zusatzhochtöner – als Zuspieler fungiert hier unter anderem die extrem kräftige und stabile Synästec Verstärkerkombination, die natürlich mit den unkritischen ASCENDO leichtes Spiel haben. Om Sachen Bass bleibt dann auch kein Auge trocken. Das hat Tiefe, das hat Wucht und jede Menge federnde Eleganz. Ja das gibt es auch, auch eine Rhythmus -Sktion kann bei entsprechender Wiedergabequalität elegant wirken. Sie muss halt nur auf den Punkt kommen- und das tut sie bei der D7 definitiv.

Der Koax-Treiber übernimmt bruchlos ab dem Grundtonbereich und zeigt deutlich was ASSCENDO mit der Klangcharakteristik eines guten Studiomonitors meint: Minimal dunkel timbriert und räumlich absolut präzise gibt die Punktschallquelle Musik wieder. Egal wie weit man von den Boxen entfernt sitzt – mit geschlossenen Augen wähnt man sich sofort auf dem Regiesessel eines Tonstudios mit zwei hervorragenden Monitor Lautsprechern, so genau und resonanzfrei wird die Musik wiedergegeben.

Der Dreidimensionale Effekt wird klar definiert – Instrumente stehen wie aus der Luft geschnitten vor dem Hörer (und vor den Boxen) – die Raumaktusitk wird exakt so wiedergegeben, wie auf der Aufnahme vorhanden. Es ist ohnehin erstaunlich, zu welch einer trockenen und von der Akustik des Hörraums losgelösten Wiedergabe die D7 in der Lage ist!
Und das funktioniert nicht nur mit Leistungsriesen von Endstufen, nein auch mit der kleinen Egg-Shell-KT88 mit ihren 10 Watt weicht die Ascendo kam vom vorher eingeschlagenen Klangweg ab. Das funktioniert auch bei der kleinen Röhre erstaunlich gut. Die enorme Basspotenz bleibt völlig erhalten, während sich die naturgemäß in Sachen Klirr nicht zurückhaltende Singel-ended Röhre mit einem etwas offensiveres Klangbild bemerkbar macht – sehr lebendig und nach vorn marschierend. Der zusätzliche Hochtöner auf der Rückseite macht aus dem „Studiomontor“ mit seiner sehr trockenen und direkten Art einen spürbar offeneren Lautsprecher. Der Raum wird jetzt mehr einbezogen – die Bühne öffnet sich weiter und die gesamte Wiedergabe wird luftiger. Das ist nicht unbedingt „richtiger“ als ohne Zusat6hochtöner – man muss dem Konstrukteur allerdings zugutehalten, dass er die zusätzliche Kalotte nicht effekthascherisch einbaut, sondern so dezent einsetzt, dass die D7 in beiden Betriebsarten ein sehr angenehmer und gleichzeitig auf den Punkt präziser Lautsprecher ist.

Ein sensationelles Bassfundament, gepaart mit einer absoluten überzeugenden räumlichen Darstellung und die Wahl zwischen zwei gleichermaßen überzeigenden Klangcharakteristika – was will man mehr.

Dieses sehr persönliche Statement zu unserer ASCENDO D7C erreichte uns letzte Woche aus Norddeutschland:

"Liebe Ascendo Leute, lieber Herr Köpf,

ich möchte eine kleine Geschichte erzählen: HiFi hat mich immer als Musikwiedergabetechnik interessiert. Guter Inhalt vor (möglichst guter) Form der Darbietung. Keine x. remasterte Aufnahme meiner fünf Lieblinge sondern Leidenschaft an vielfältiger und auch viel neuer Musik. Deswegen gehe ich auch gerne und oft in Musikclubs. Tolle Hifi-Geräte zur Musikwiedergabe zuhause sind also Mittel zum Zweck, nämlich zum Hören guter Musik. Bei HiFi-Geräten geht es aber auch um intelligente Konzepte, gute Umsetzung, zeitloses Design, prima Verarbeitung und die Lust am Anfassen. Es gibt da diese "pride of ownership".

Ich erzähle all dieses als kleine Einleitung zu meiner ersten Begegnung mit Ascendo überhaupt:
Februar 2015, Norddeutsche HiFi-Tage, übliche Vorführungen, manches gut und interessant, vieles allein wegen der Musikauswahl schwer erträglich. Zufälliger Besuch bei Ascendo (gänzlich unbekannt zu der Zeit für mich). D7 spielt an teurer Elektronik. Mein Kumpel und ich setzen uns hin und hören. Was war das denn? Umwerfende Stimmen, superschneller Bass, dicht und federnd, tolle Raumdarstellung, selbst ein bisschen Live-Gefühl setzt ein. Wir haben länger gesessen. Naja, einer dieser unbezahlbaren Lautsprecher. Preisschild gesucht und gefunden. Puuh, teuer aber nicht völlig unerreichbar. Stachel gesetzt... Monate vergingen aber Ascendo ging nicht aus dem Kopf. Recherche, Händler, Hören. Aber D7 bleibt doch etwas außerhalb des Budgets. Nun sehe ich, dass es in meiner alten Heimatstadt Bielefeld mit "Hört Sich Gut An" einen (engagierten und freundlichen) Ascendo Händler gibt. Hingefahren, Hörtermin, der Stachel eitert weiter, gaaanz tolle Lautsprecher. Aber das Budget... Nun, 9 Monate später hat Herr Möhring mir ein Ex-Demo-Modell angeboten. Stimmiger Preis und im Budget. Dies ist nun zwei Monate her, die D7-C steht hier zuhause und hält tatsächlich alle ihre Versprechungen. Ich bin völlig begeistert und mein Kumpel ist ein bisschen neidisch. Und das alles mit kleiner, älterer Rega-Elektronik davor. Danke, dass es Ihre Firma mit so tollen Lautsprechern gibt. Danke für die innovative Technik, das tolle Design und den Wahnsinnsklang.

Viele Grüße und alles Gute für Sie und Ihre Firma."